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Neues Leben im Todesstreifen - ÖDP freut sich über 30 Jahre Wiedervereinigung

Landesverband Thüringen sammelt Unterschriften für Lückenschluss bei Gleisen

„Das Grüne Band zieht sich durch Deutschland – und das ist gut so. Dort wo einst Menschen auf dem Todesstreifen ihr Leben lassen mussten, nur weil sie das Land verlassen wollten, ist jetzt wertvoller Lebensraum entstanden. Ein Grünstreifen, der viele seltene Tiere und Pflanzen beherbergt,“ freut sich ÖDP-Bundesvorsitzender Christian Rechholz. „Wir wollen, dass dieses Grüne Band Hauptachse eines Biotop-Verbunds in ganz Deutschland wird, so dass alle Tiere und auch alle Pflanzen sich wieder natürlich ausbreiten können und zwischen unseren Städten und Dörfern in Ost und West grüne, wilde Oasen entstehen.“

Michail Gorbatschow hatte mit Glasnost und Perestroika in der UdSSR die deutsche Wiedervereinigung grundsätzlich möglich gemacht. Mutige Menschen in der DDR waren auf diesen historischen Moment bereits vorbereitet. Auch sie riskierten ihr Leben, ihre Gesundheit und Gefängnisstrafen weil sie sich heimlich trafen und nie aufgegeben haben, an Freiheit und Demokratie zu glauben. Nicht zuletzt die zahlreichen Umweltsünden der DDR-Regierung haben diese friedlichen Freiheitskämpfer einst ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Heute muss sich so manches Mitglied der damaligen Bürgerrechtsbewegung im Osten wohl die Augen reiben. Ausgerechnet Bündnis 90/Die Grünen stellen jetzt die Basisdemokratie durch Volksentscheide in Frage. Die ÖDP dagegen hält an ihren Idealen in Sachen Mitbestimmung fest.

Der Osten produziert viel saubere Energie, hier gab es schon Windparks als die Energiewende in Berlin noch nicht einmal diskutiert wurde. Die ÖDP wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die beschlossene Energiewende weder im Osten noch im Westen unter die Räder kommt. „2014 ist die 10-H-Regel in Bayern in Kraft getreten. Fünf Jahre später wurde kein neues Windrad mehr im Freistaat Bayern gebaut. So werden nicht nur wertvolle Arbeitsplätze vernichtet. Die CSU ist dadurch auch dafür verantwortlich, dass zunehmend Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland importiert werden muss,“ beklagt ÖDP-Bundesvorsitzender Christian Rechholz. „Damit schadet sie allen Generationen, die uns folgen werden. Wir wollen am liebsten dezentrale Energiegenossenschaften vor Ort.“

Martin Truckenbrodt, der Landesvorsitzende der ÖDP in Thüringen, ist im Landkreis Coburg in Bayern aufgewachsen und lebt seit 2004 im Landkreis Sonneberg. „Wir sammeln momentan Unterschriften, damit auch die Gleise wieder zusammenwachsen können, die zusammen gehören. Die Werrabahn und die Höllentalbahn stehen seit Jahrzehnten still. Wir als ökologisch orientierte Demokraten wollen es möglich machen, dass jeder auch im Nahverkehr mit dem Zug von Thüringen nach Franken fahren kann. Bisher stellt sich der Freistaat Bayern aber quer. Unsere Unterschriften sollen ihn endlich überzeugen.“

„Wie soll denn bitte zusammenwachsen, was zusammen gehört, wenn die CSU hartnäckig verhindert, dass diese Lücken zwischen Thüringen und Franken endlich geschlossen werden?“ Auch Christian Rechholz, Bundesvorsitzender der ÖDP, fordert die bayerische Landesregierung auf, endlich die Blockade eines sauberen ost-west-deutschen Schienennahverkehrs aufzugeben.


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