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11 000 Tote durch Pestizide - ÖDP warnt vor mehr Konzerneinfluss auf UNO

Ökologisch-Demokratische Partei unterstützt Petition zum Erhalt der Unabhängigkeit

Landwirt mit Mundschutz spritzt Pestizid mit der Hand auf Feld

„Der Welthunger wird mit Pestiziden und Gentechnik nicht bekämpft – im Gegenteil. Selbstmorde verzweifelter, wirtschaftlich ruinierter Bauern im globalen Süden verschlimmern die Nahrungsversorgung vor Ort. Sie sind auch Folge einer verantwortungslosen Politik, die Kleinbauern ruiniert und Menschen weltweit vergiftet,“ empört sich der Bundesvorsitzende der ÖDP, Christian Rechholz. Die Ökologisch-Demokratische Partei warnt schon seit geraumer Zeit vor dem Irrglauben, dass Gentechnik-Konzerne den Hunger weltweit wirksam eindämmen. Sie steht damit auch auf Seiten von Brot für die Welt. Diese Organisation hat am letzten Kongress der Vereinten Nationen zur Zukunft der weltweiten Ernährungssysteme bewusst nicht teilgenommen – aus Protest.

Denn schon bei der Vorbereitung des Treffens in Rom zeichnete sich ab, dass dort der Einfluss internationaler Agrarindustriekonzerne weiter ausgebaut werden soll. Dieser Prozess wird immer noch weiter vorangetrieben. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) arbeitet auf Hochtouren an einer Partnerschaft mit CropLife International. Diese sehr mächtige Lobbygruppe vertritt die Interessen der Chemiekonzerne Bayer, Syngenta und von mehr als 300 weiteren Pestizidherstellern. „Das Menschenrecht auf Nahrung darf aber nicht missbraucht werden, um Profitinteressen zu verfolgen,“ kommentiert Christian Rechholz diese bedenkliche Entwicklung. „Schon gar nicht weltweit!“

Die ÖDP unterstützt daher die Petition der Organisation SumOfUs, die sich gegen diese unheilige Allianz von CropLife International und FAO wendet. In der Petition schildert SumOfUs die drastischen Folgen des steigenden Pestizideinsatzes weltweit: 385 Millionen Vergiftungen dadurch werden jährlich verzeichnet – 11.000 davon sogar mit Todesfolge. Als Lobbygruppe setze sich CropLife dafür ein, dass die Produkte seiner Mitglieder Verbreitung finden: hochgiftige Pestizide und genetisch verändertes Saatgut. Der Einsatz dieser Produkte führe zu einem toxischen Teufelskreis: Immer größere Mengen Pestizide müssen für manipuliertes Saatgut eingesetzt werden. Dies untergrabe systematisch die Rechte und das Wohlergehen von Landwirtinnen und Landwirten auf der ganzen Welt. Die ÖDP fordert die FAO auf, kein Bündnis mit CropLife einzugehen!

Hier die Petition: Fordern Sie die UN auf, kein Bündnis mit CropLife einzugehen! (sumofus.org)

Landwirt mit Mundschutz spritzt Pestizid mit der Hand auf Feld

Foto: zefewu/Pixabay

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