„Letzte Ölung“

Viele Menschen haben sich spaßeshalber schon mal gewünscht, in ihrem Vorgarten eine Ölquelle zu entdecken. Dem (materiellen) Glück stünde dann wohl kaum noch etwas im Wege… so meint man. Sehr viele Menschen leben in Gebieten, in denen tatsächlich Öl gefunden wurde. Das Glück ist dort nicht ausgebrochen - es ist vielmehr gründlich vertrieben worden. Am Beispiel der Tragödie im Nigerdelta berichtet darüber noch bis zum 16. September eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Völkerkunde in München. Unter dem Titel „Letzte Ölung“ werden nicht nur Fotos von der Zerstörung einer Heimat gezeigt. Auch  Zeugnisse der Kultur des seines Landes beraubten Ogoni-Volkes sind zu sehen. Wer sich über die Störung des Landschaftsbildes seiner Heimat durch Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie erregt, möge die Tatsachen zur Kenntnis nehmen, die mit der Gewinnung des Hauptenergieträgers der modernen Zivilisation zusammenhängen: Öl ist der Fluch nicht nur des Nigerdeltas.     

Wer nicht nach München fahren kann, möge einen sehr informativen Blick auf die Internetseite des Völkerkundemuseums werfen: 

www.voelkerkundemuseum-muenchen.de/inhalt/html/sonder.html


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