2039 ist nicht Morgen.

Die japanische Regierung hat beschlossen, das Ende der Atomkraftnutzung jetzt einzuläuten und in 27 Jahren abzuschließen. Das ist einerseits nicht besonders ermutigend – in einem derart von Erdbeben heimgesuchten Land ist eigentlich jeder Tag Reaktorbetrieb ein zu hohes Risiko. Dennoch ist der Ausstiegsbeschluss Japans wichtig: Zum einen beendet das darin enthaltene Verbot des Neubaus von Atomkraftwerken das Geschwätz von der weltweiten „Nuklear-Renaissance“ und vom „gefährlichen Alleingang“ Deutschlands. Zum anderen ist sicher, dass sich die japanische Bevölkerung mit dem jetzt verkündeten Zeitplan nicht abfinden wird; die dortige Anti-Atom-Bewegung wird sicherlich noch aktiver werden. Und ganz besonders wichtig: Das Hochtechnik-Land Japan wird ab sofort den Wettbewerb um intelligente, regenerative Alternativen, um Speichertechnologien und um Effizienzstrategien beleben. Vielleicht – und das wäre besonders wichtig – bereichert Japan auch die Debatte um einen ganz anderen Lebensstil: Mit weniger Ballast, mit weniger Unsinn, mit mehr nicht-materialistischem Lebenssinn glücklicher werden!

 


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